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Richtig Telefonieren: Umgang mit schwierigen Kunden

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Manchmal ist es zum aus der Haut fahren: Aus heiterem Himmel hat man einen Kunden am Telefon, der so richtig verärgert ist. Schon während man den Hörer zum Ohr hebt, sprudeln einem die ersten Vorwürfen entgegen. Was tun?

Ein verärgerter Kunde hat doch im Wesentlichen nur zwei Gründe anzurufen: Er will sich den Ärger von der Seele reden und er will eine Lösung für sein Problem.

 

Ausreden lassen!

Lassen Sie den Kunden ausreden. Einem verärgerten ins Wort zu fallen, führt nur zur Eskalation. Da beim Telefongespräch die Körpersprache fehlt, sollten Sie bewusst „aktiv Zuhören“. Ein halblautes „ja, verstehe“ oder ein „hmm, okay“ signalisiert dem Kunden das Sie seinen Worten folgen. Sollte er Sie gar nicht zu Wort kommen lassen, nutzen Sie die direkte Namensansprache „Herr Müller.“ anstatt Floskeln wie „Darf ich mal kurz…“.

 

Zeigen Sie Verständnis!

In der ersten Phase des Gespräches geht es darum ein Gesprächsklima zu schaffen, in dem Sie dem Kunden konstruktive Lösungsvorschläge unterbreiten können. Darum ist es als erstes wichtig Verständnis zu zeigen. „Ich verstehe das Sie verärgert sind, weil…“ anstatt „ja, aber…“ — Widerspruch führt in dieser Phase meist zu einer Eskalation.

 

Nur persönliche Angriffe persönlich nehmen!

Oftmals kennt Sie der Kunde gar nicht persönlich. Sie sind für ihn der Repräsentant des Unternehmens. Fühlen Sie sich von einem wütenden Tonfall nicht persönlich angegriffen. Bleiben Sie freundlich und sachlich.

Aber: Alles müssen Sie sich nicht gefallen lassen! Wenn der Kunde Sie persönlich angreift, sollten Sie reagieren.  Ein ruhiges aber entschlossenes „Herr Müller. Ich bitte Sie sachlich zu bleiben! Ich möchte Ihnen doch helfen.“ kann die Situation wieder entschärfen. Sich aufzuregen wird Sie jedoch nicht weiterbringen.

 

Entschuldigung!

Es ist ein so kleines Wort, und fällt uns doch manchmal so schwer. Hat Ihr Unternehmen einen Fehler gemacht, bitten Sie um Entschuldigung! Selbst wenn Sie persönlich gar nicht dafür verantwortlich sind – für den Kunden sind Sie in diesem Moment der Repräsentant des Unternehmens und tragen die Verantwortung.

 

Ich kümmere mich darum!

Ist die Hitze des Ärgers verflogen – oder der Kunde zu mindestens besänftigt, gilt es dem Kunden Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Was das konkret ist hängt natürlich von Ihrem Unternehmen ab. Es gilt jedoch immer: Versprechen Sie nur was Sie auch beeinflussen können! Es ist keine Lösung dem Kunden das Blaue im Himmel zu versprechen. Langfristig geben Sie dem Kunden damit nur einen neuen Grund sich zu beschweren.

 

Schwierige Kunden sind… schwierig.

Nicht immer gelingt es ein Gesprächsklima zu schaffen in dem man konstruktiv eine Lösung finden kann. Manchmal gibt es auch einfach keine Lösung – ja, eine unbequeme Wahrheit! Wichtig ist, dass Sie es versuchen, die Haltung wahren und den Ärger des Kunden nicht persönlich nehmen.

 

Über den Autor

Dipl.-Kfm. Ingo Scheider ist Geschäftsführer des Seminarveranstalters Kompakttraining. Regelmäßig veranstaltet Kompakttraining Seminare in allen Metropolen Deutschlands.

Mehr zu diesem Thema können Sie in unserem 1 tägigen Telefontraining Grundlagen Kundenorientierung und Beschwerdemanagement erfahren. Einer der Schwerpunkte ist die konkrete Anwendung von Kommunikationspsychologie im Service Alltag. Das 2 tägige Seminar „Telefon Inbound für Kundenservice Call Center“ bietet ausreichend Platz für Übungen und Feedback mit einer Telefontrainingsanlage.

Hierbei handelt es sich um einen Gastartikel. Inhalte der Gastautor/innen spiegeln nicht unbedingt meine Meinung wider. Angebotene Dienstleistungen oder Empfehlungen wurden nicht durch mich geprüft. Sie sind herzlich eingeladen, Artikel zu kommentieren. Möchten auch Sie einen Artikel zu dem Thema Dialogmarketing veröffentlichen, kontaktieren Sie mich hier.

Mit freundlichen Grüßen,
Benjamin Paland

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