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Thematisierung von Callcentern in Filmen: “Eine flexible Frau”

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Keinesfalls handelt es sich bei dem Werk von Tatjana Turanskyi um konventionelles Kino. Sprache und Inszenierung wirken auf mich wie filmisch realisierte Bühnenbilder. “Eine flexible Frau” erschien im Januar 2011.
Der Film setzt sich mit

“[...] der Frage nach der identitätsstiftenden Bedeutung von Arbeit”
Quelle: Eine flexible Frau – Synopsis

und Emanzipation auseinander. Die Protagonistin ist eine 40 jährige, Berliner Architektin welche Aufträge und Arbeit verliert. Sie nimmt den Weg nach Arbeit und Sinn auf sich. Dabei begleitet der Zuschauer sie auf ihrem Weg durch unsere moderne Leistungsgesellschaft, in der

“Selbst die Emanzipation [...] nur Mittel zum Zweck [zu sein scheint]: Flexible Frauen werden gelobt und gleichzeitig ausgenutzt – als billige Arbeitskräfte und dazuverdienende Ehefrauen.”
Quelle: www.filmstarts.de/kritiken

In diesem Kunstfilm ist das Callcenter nur eine Station, ein kurzer Aufenthalt der Protagonistin.
Ebenso wie ein Erlebnis im Jobcenter, in der eine Sachbearbeiterin aufgrund der Sinnlosigkeit ihres beruflichen Handelns einen Nervenzusammenbruch erleidet. Die Darstellerin durchlebt Stationen und Situationen in Berlin, wie in einem Taumel. Auf mich wirkt es, als ob sich die Protagonistin in diesem Taumel Stück für Stück verliert… Mehr und mehr verliert sie den Draht zu ihrem Sohn, zu anderen Menschen. Ihr Sohn findet ihr zeitweiliges Jobben im Callcenter und die Arbeitslosigkeit “voll Assi”.
Bis sie in der letzten Szene, mit welcher der Film auch beginnt, nur noch orientierungslos über ein Feld stolpert.

Trailer: Eine flexible Frau

Szenenbilder in der Filmgalerie 451

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