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Interview: PETA im Dialog mit Carlsberg

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Am 17.08.2011 veröffentlichte Peter Höffken, Kampagnenleiter Tiere in der Unterhaltungsindustrie – PETA Deutschland e.V., auf dem Vereinsportal die Meldung:
Carlsberg Brauerei zieht nach PETA-Einwänden Sponsoring für Elefanten-Polo zurück.

 

Interview mit Peter Höffken

 

 Benjamin Paland (Dialogmarketing Blog):

Am 17.08.2011 veröffentlichten Sie in dem Online-Presseportal eine Meldung
über die Tatsache, dass das Unternehmen “Carlsberg” eine geplante Sponsoring-Kampagne
für ein Elefanten-Polo Match in Indien zurückgezogen hat.
Dieser Rückzug sei das Ergebnis eines telefonischen und schriftlichen Dialoges zwischen der Tierrechtsorganisation PETA und dem Brauerei-Unternehmen.
Wie ist PETA auf das Sponsoring-Vorhaben aufmerksam geworden?

Peter Höffken (PETA Deutschland e.V.):

Tierfreunde in Indien haben PETA Indien auf ein Werbebanner aufmerksam gemacht, mit der Carlsberg Indien sein Sponsoring für das Elefanten-Polo in Jaipur zum Ausdruck gebracht hat.

 Benjamin Paland (Dialogmarketing Blog):

Sie berichten, dass der indische Geschäftsführer des Unternehmens, Soren Lauridsen, sich auch künftig auf “konstruktive Dialoge” mit PETA freue. Wie ist das argumentative Vorgehen, wenn PETA Unternehmen von Sponsoring-Kampagnen abbringen will? Wird den Unternehmern zunächst auf “wirtschaftlicher Ebene” begegnet (zum Beispiel durch die Erwähnung von möglichem Image-Schaden bei Unterstützung von ethisch bedenklichen Aktionen, wie dem Elefanten-Polo Match)?

Peter Höffken (PETA Deutschland e.V.):

 PETA Indien hat Herrn Lauridsen telefonisch und schriftlich über die Hintergründe des Elefanten-Polo informiert. Die Darstellung, mit welcher intensiven Brutalität die Elefanten zum Gehorsam gezwungen werden, war der ausschlaggebende Faktor, warum Carlsberg seine Unterstützung für das Elefanten-Polo zurückgezogen hat. Auch das Guinness-Buch-Der-Rekorde hat Anfang dieses Jahres alle Einträge zum Elefanten-Polo gestrichen, weil es einfach nicht witzig ist, Tiere für sogenannten Sport zu misshandeln. Zum Beispiel werden die Elefanten mit dem sogenannten Elefantenhaken auf ihre empfindlichsten Stellen geschlagen und gestochen, damit sie ihrem Dresseur gehorchen.

Meist reicht bereits die Information, wie sich das Handeln eines Unternehmens auf das Wohl von Tieren auswirkt aus, um eine Korrektur der Unternehmenspolitik zu bewirken. Die meisten Menschen sind Tierfreunde und wollen gar nicht, dass beispielsweise ein Tier für die Unterhaltung gequält wird. Falls aber das Gewinnstreben vor dem Tierschutz steht, versuchen wir etwa mit Unterschriftenaktionen o.Ä. die Entscheidungsträger zum Einlenken zu bewegen.

Benjamin Paland (Dialogmarketing Blog):

PETA hat dem Brauerei Unternehmen eine gemeinsame Marketingkampagne vorgeschlagen, in der “Carlsberg” sich in Kooperation mit PETA für den Schutz von Elefanten einsetzen könne, da Carlsberg einen Elefanten als Logo verwende. Gibt es hierzu bereits Rückmeldungen?

Peter Höffken (PETA Deutschland e.V.):

Carlsberg Indien hat PETA gegenüber bereits sein Interesse an einer Kooperation zum Elefantenschutz in Indien signalisiert. PETA Indien kreiert gerade Ideen und Vorschläge und wird sich mit entsprechenden Vorschlägen an Carlsberg Indien wenden.

Benjamin Paland (Dialogmarketing Blog):

Wenn Interessierte sich über Elefanten-Polo informieren möchten,
welche Internetseiten empfehlen Sie?

Peter Höffken (PETA Deutschland e.V.):

Auf dieser Internetseite sind einige Experten-Meinungen zu dem Thema sowie Hintergrund-Informationen abrufbar.
PETA bittet alle mitfühlenden Menschen keine Veranstaltungen zu besuchen, bei denen Tiere zu Unterhaltungszwecken  eingesetzt werden. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Benjamin Paland (Dialogmarketing Blog):

Ich bedanke mich für das Interview.

Info:
PETA (PETA Indien)
Info:
Carlsberg (Logo Elephant)
Info:
Elefantenpolo
Info:
Sponsoring
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