DIALOGMARKETING

Ausbildung, Beruf, Theorie & Praxis

Kurzbericht über den Workshop “Kundengewinnung über das Internet” vom 11.04.2011 / Referent: Sanjay Sauldie

| Keine Kommentare

Download PDF

Fakten/Überblick:


  • Workshop: “Kundengewinnung über das Internet”
  • Veranstaltungsort / Veranstaltungsraum: Im Bootshaus (Mannheim)
  • Kosten: 99 Euro
  • Veranstalter: united domains
  • Referent: Sanjay Sauldie
  • ausgehändigtes Material (Bücher) u.a.: Ratgeber Domain-Namen1 & Internet Marketing Leitfaden 2
  • Zielgruppe: “Entscheider” (Unternehmer, höhere Angestellte – jeweils m. Schwerpunkt auf Einsteiger im Bereich Internetmarketing)
  • Dauer: Ganztags

 

Angekündigte Inhalte des Workshops:


  • Positionierung der eigenen Website
  • Bessere Platzierung in Suchmaschinen erreichen
  • Gewinnbringender Einsatz der eigenen Website
  • Mehr Besucher, Klicks und Umsatz erhalten
  • Aus Besuchern Kunden machen

 

Der Referent Sanjay Sauldie (Infos & Auszeichnungen):


 

Sanjay Sauldie – Internetauftritte (Auswahl):


 

Kritiken:

 

  • Simplifizerung: Sanjay Sauldie selbst hat den Anspruch einfach und verständlich komplexe Inhalte darzustellen. Dieses Auftreten wirkt in der sogenannten “SEO-Szene” stark polarisierend3,4, 5.
  • Kosten für angebotene Dienstleistungen im Internet6 und Art der angebotenen Dienstleistungen7.

 

 

Erfahrungsbericht:

 

Ich habe als Azubi (Kaufmann für Dialogmarketing) gemeinsam mit meinem Chef an der Veranstaltung teilgenommen. Die Atmosphäre war angenehm, das “Publikum” gemischt.

Herr Sauldie kann sehr gut reden. Somit fesselte sein Vortrag schnell. Einige Inhalte wurden zeitlich zu lange erklärt (“breitgetreten”).

Dargestellt wurde, dass Internet ein sehr wichtiger Vertriebskanal ist, auf welchen nicht mehr verzichtet werden kann. Dies schliesse insbesondere das “Social Web” mit seinen unzähligen sozialen Netzwerken mit ein, welche im Sinne eines Unternehmens nutzbringend eingesetzt werden sollen.

Die ungeheure Dynamik des Social Media / Social Web in allen Bereichen dürfe nicht als “unwichtig” abgetan werden. Dargestellt wurde die Dynamik an Berichten aus der Wirtschaftswelt im Zusammenhang mit dem Social Web und der Vorstellung einiger Portale (z.B. Kununu, Facebook, twitterfeed, Yasni).

 

Hierbei überträgt er Marketingwissen aus dem “offline Bereich” auf den Internetbereich.

Zum Beispiel, dass mit Kritik im Internet transparent und kundenfreundlich umgegangen werden soll (Kritik als Chance zur Verbesserung begreifen, typisches Mittel im Dialogmarketing und im Beschwerdemanagement allgemein).

Oder das der Nutzen des Multiplikationsfaktors von Meinungen (potentieller) Kunden und Seitenbesucher im Internet erkannt und gewinnbringend eingesetzt werden solle (abgeleitet von der “Kunden werben Kunden”-Idee). Dies stellte er insbesondere am Beispiel des sozialen Netzwerkes Facebook dar.

 

Auch wenn dies zunächst banal klingt, so hat er eigentlich Selbstverständliches in das Bewusstsein gerückt und somit zum Handeln angeregt. Das fängt schon damit an, dass er das Internetprojekt eines Unternehmens als “Vertriebsmitarbeiterin” bezeichnet. Er macht bewusst, was ein Internetprojekt für das Unternehmen leistet, und dass ein Unternehmen selbst entsprechend Energie für das Internetprojekt aufwenden solle.

Er betrachtet Internetseiten entsprechend rein wirtschaftlich. Somit plädiert er für Messbarkeit und Kennzahlen im Online-Bereich, anhand welcher das Unternehmen erkennt, wie wirtschaftlich die Internetseite ist (Z.B.: wieviel Umsatz macht ein Internetprojekt bzw. wieviel Umsatz wird pro Besucher des Internetprojektes gemacht).

Suchmaschinenoptimierung wurde ausschliesslich an/für Google dargestellt. Über die Stunden wurden verschiedene Anfängerthemen besprochen. Diese waren okay, auch wenn einiges schon bekannt war. Im Grunde wurden verschiedene Kriterien benannt und erklärt, nach welchen Google Internetseiten besonders gerne indexiert.
Somit wurde auch von unseriösen SEO-Methoden abgeraten8. Die Gestaltung der Internetseite wurde anhand diverser Faktoren durchgesprochen (z.B. W3C, Struktur der Darstellung, Kontraste).

Thematisiert wurden “Digital Natives“. Diese jungen Menschen würden eine wichtige Ressource für das Zeitalter im Dialogmarketing darstellen, weil sie alle wichtigen Medien “ganz selbstverständliche beherrschen”. Auch Crowdsourcing wurde oberflächlich besprochen. An Open Source wurde lediglich benannt, dass es kostenfreie Produkte gibt und viele Programmierer für die einzelnen Projekte zur Verfügung stehen (wodurch kein Abhängigkeitsverhältnis mehr von einem Unternehmen zu einer Agentur bestünde, da mit den Quellcodes nahezu jede Agentur arbeiten könne).

 

Fazit:

Insgesamt wurde für Einsteiger im Internetmarketing ein guter Querschnitt an Themen geboten. Zudem wurde daraufhingewiesen, an welchen Kriterien eine gute SEO-Agentur erkannt werden könne. Mit dem Basiswissen kann jeder Interessierte weiter recherchieren. Die wichtigsten Begriffe wurden benannt, um weitere Informationen selber erarbeiten zu können. Auch einige Kniffe wurden mit auf den Weg gegeben. Als Einstiegsworkshop und als “Lehrstunde(n)” habe ich den Workshop positiv wahrgenommen und finde diesen auch empfehlenswert. Einen ähnlichen Erfahrungsbericht zu einer identisch aufgebauten Veranstaltung, welcher auch Sauldies Idee/Definition des Web 1.0, Web 2.0, Web 3.0 und Web 4.0 auffasst ist hier zu finden.

 

Fußnoten, Anmerkungen:

 


  1. Florian Huber, Florian Hitzelberger: Ratgeber Domain-Namen – Die 100 wichtigsten Fragen & Antworten rund um Internet-Domains, 2. Auflage, ISBN 978-3-8391-7389-3, united domains
  2. Sanjay Sauldie: Internet Marketing Leitfaden, Kundengewinnung im Internet für kleine und mittelständische Unternehmen, ISBN 978-3-8423-1330-9, Books on Demand GmbH, Norderstedt, Hrsg.: SSX – Verlag für audiovisuelle Medien, Mannheim
  3. Sanjay Saludie ist mein Held
  4. Sanjay Sauldie: Warum ich meine Meinung geändert habe
  5. Sanjay Sauldie erfindet iROI
  6. Kommentar
  7. Sanjay Sauldie erklärt Web 2.0
  8. Hierbei fielen die Begriffe Blackhat versus whitehat
  • Twitter
  • Facebook
  • RSS
  • email
  • Add to favorites

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.


*